Digitales Marketing

Claudia Weiß Schreibbüro, 04|2016

Wir alle kennen das: ein gutes ­Restaurant, ein spannendes Buch, außergewöhnliche Schuhe oder auch der angesagte Friseur – und wie erfahren wir davon? Freund/innen, Bekannte oder Kolleg/innen erzählen uns davon. So funktioniert Mundpropaganda in der realen Welt.

In der virtuellen Welt hingegen, also im Internet, werden dafür sowohl von Privatpersonen als auch Unternehmen Websites genutzt. Viral steht in diesem Zusammenhang tatsächlich für „Virus“ – also einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Und das kostenfrei, breit ­gestreut und mit vergleichsweise ­geringem Aufwand.

1 Bieten Sie Ihren Kund/innen einen Mehrwert
Sie möchten, dass Ihr Angebot sich möglichst schnell verbreitet? Dann begeistern Sie Ihre Kund/innen. Indem Sie beispielsweise Sonderangebote anbieten oder Preisreduktionen. Achten Sie auf den direkten Nutzen, den Kund/innen durch den Kauf Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung haben – diesen muss Ihre Botschaft auch transportieren.

2 Bringen Sie Ihre Persönlichkeit ein
Überlegen Sie, wann Sie eine Kaufentscheidung treffen. Welche Faktoren sind dafür entscheidend? Die Sympathie der Verkäuferin oder des Verkäufers, weil Sie das Produkt bereits kennen oder davon gehört haben. Und genau nach diesen Gesichtspunkten sollten Sie Ihre werblichen Aktivitäten ausrichten. So bauen Sie eine Beziehung zu Ihren Kund/innen auf.

Dies können Sie beispielsweise tun, indem Sie eine Geschichte erzählen; über die Vorteile Ihres Angebotes, oder Videos, Fotos und Texte verwenden, die nicht zwangsläufig von Ihnen stammen müssen, jedoch im Kontext zu Ihren Angeboten stehen.

3 Nicht das Produkt steht im Mittelpunkt
Wir fühlen uns durch Werbung oftmals belästigt und teilweise überfordert. Denken Sie an die Bannerwerbung auf Websites, die aufdringlich blinken und fragwürdige Angebote anpreisen. Diese Holzhammermethoden sind keineswegs zielführend.

Gehen Sie unkonventionelle Wege nutzen Sie Ihre Kreativität. Setzen Sie sich mit den Mitbewerber/innen ­auseinander, führen Sie Marktbeobachtungen durch. So erkennen Sie auch den Bedarf der potenziellen Kund/innen. Selbst wenn Ihr Angebot sich auf den ersten Blick nicht von jenem der Mitbewerber/innen unterscheidet, überlegen Sie, was Sie ändern können. Oft bedarf es nur einer kleinen Adaptierung bzw. Spezialisierung und Sie erzielen die gewünschte Wirkung.

4 Offen und ehrlich
Versuchen Sie keinesfalls in einem Blog oder Forum sich selbst als begeisterte (anonyme) Anwenderin Ihres Produktes auszugeben und so Werbung in eigener Sache zu machen. Das kommt meist heraus und verursacht einen hohen Imageverlust.

5 Profitieren Sie von Insiderwissen
Sie sagen es Ihrer Freundin, die erzählt es ihrer Freundin und ihrer Schwester, diese wiederum ihrem Bruder und ihrer Mutter, … . Verfolgen Sie diese Strategie, um eine breite Streuung zu bewirken. Halten Sie sich vor Augen, dass eine Weiterempfehlung Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung nur dann funktioniert, wenn diejenigen, denen Sie davon erzählen, mit dem Angebot zufrieden sind oder das Produkt bereits verwendet haben.

6 Anstrengend mit Begeisterung
Das klingt alles anstrengend? Sie haben Recht, das ist es auch. Bedenken Sie, dass ein Großteil Ihres Alltags als Unternehmerin darin besteht, Werbung und Marketing zu betreiben, Netzwerke zu knüpfen und zu recherchieren, um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bestmöglich zu verkaufen.

  • Begeistern Sie sich und gehen Sie unkonventionelle Wege.
  • Holen Sie sich Informationen in Foren oder Weblogs – hier finden Sie neben Informationen von Experten und Expertinnen auch Meinungen zu Produkten, Eindrücke von Zielgruppen oder auch wertvolle Links.
  • Abonnieren Sie RSS-Feeds für Websites und Blogs oder melden Sie sich für die Newsletter der für Sie relevanten Mitanbieter/inne an  – so sind Sie stets
    auf dem Laufenden.
  • Fachzeitschriften, die meist auch online verfügbar sind, sind ebenfalls eine gute Quelle zur Informationsbeschaffung.

Abschließend noch ein Hinweis zur Sicherheit im Netz: ein verantwortungsvoller Umgang mit Ihren persönlichen Daten, sichere Passwörter (am besten verschiedene) verstehen sich von selbst. Denken Sie daran, dass Sie keine Spam-Mails öffnen und keinesfalls Links oder Anhänge. Auch nicht, um zu ­sehen, was passiert. Geben Sie keine vertraulichen Daten weiter. Das schützt nach ­Aussagen von Expert/innen am besten vor Datenklau und Missbrauch. E-Mails mit eigenartigen Links oder ominösen Aufforderungen sofort ungelesen löschen.

Claudia Weisz
Grafik- & Schreibbüro

Tags: Wordpress, Joomla

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