Ernährungs Tipp

Karin Buchart, essimpuls 04|2016

Unser Essen soll uns wärmen, stärken und Freude bereiten. Doch bei Unternehmerinnen ist das mit dem Essen so eine Sache. Alle Termine unter einen Hut bringen und gleichzeitig ein Mindestmaß an gesundem Lebensstil – wie lässt sich das lösen? So essen Sie mit wenig Aufwand gesund.

Unsere Zellen brauchen eine elastische Membran, damit der Zellstoffwechsel optimal funktioniert und die Signalübertragung schnell vor sich geht. Und um die Zellwände voll funktionsfähig zu erhalten, werden sie geschmiert mit ganz bestimmten Fettsäuren. Wir nennen sie ω-3-Fettsäuren, die schaffen es tatsächlich, unsere Zellen fit zu halten und schützen sie vor vorzeitiger Alterung. Und wer möchte so einen Anti-Aging-Effekt nicht nutzen?

Wo stecken sie nun, diese ω-3-Fettsäuren? Die gute Nachricht: wir müssen kein 4-gängiges Menü aus frischen Lebensmitteln kochen, um an sie heranzukommen. Viele dieser wertvollen Fettbestandteile erwischen wir mit schnellen Imbissen, wie einem Lachsbrot oder einem Heringsweckerl. Einige pflanzliche Öle liefern ebenfalls besonders wertvolle ω-3-Fettsäuren, etwa Walnuss-, Raps- oder Leinöl. Rapsöl eignet sich auch gut zum Kochen, es hält die Hitze aus und ist geschmacklich neutral. Die Walnuss erinnert schon rein optisch an unser Gehirn. Ab und zu einige Walnüsse oder andere Nüsse oder Samen liefern hochwertige Fettsäuren.

Interessanterweise steigt der Gehalt an ω-3-Fettsäuren in tierischen Lebensmitteln an, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden, sich bewegen und in die Sonnen gehen können. Ein eindrucksvolles Beispiel ist das Hühnerei: 1 Bio-Freilandei enthält etwa 400 mg ω-3-Fettsäuren, ein Käfigei dagegen nur 40 mg! Grund genug, Eier mit der Stempelnummer „0“ (Bio-Freilandei) oder ev. „1“ (Freilandei) zu kaufen und jene mit „2“ (Bodenhaltung) oder „3“ (Käfigei) im Regal zu lassen. Das macht die klassische „Eierspeise“ zu einer Anti-Aging-Quelle!

Imbisse für Schnelldenkerinnen

Lachsbrot, Heringsbrot, Walnussöl oder Leinöl im Salat, Eierspeise aus Bio-Freilandeiern mit Brot

Treibstoff zum Denken

Es gibt nur einen Treibstoff zum Denken und das sind die Kohlenhydrate. Unser Gehirn ist wählerisch, es verspeist ausschließlich Glucose (Traubenzucker). Mit Fetten und Eiweißen fängt es wenig an. Traubenzucker lässt den Blutzucker rasant ansteigen, deshalb suchen wir nach anderen Verpackungen des Zuckers. Die langen Traubenzuckerketten (Stärke) in Kartoffeln, Schwarzbrot (Roggensauerteigbrot), Hartweizengrießnudeln oder Reis sind Kohlenhydrate mit Durchhaltevermögen. Sie lassen den Blutzucker langsam ansteigen und können ihn auch wirklich einige Stunde hoch halten. Und damit bekommt unser Gehirn seinen Treibstoff für einen langen Arbeitstag.

Kohlenhydrate mit Durchhaltevermögen

Dicke Scheibe Schwarzbrot mit wenig Brotbelag, ausreichend Kartoffel, Hartweizengrießnudeln, Reis, Polenta und wenig Fleisch

Farben mit Wirkung

Deshalb gilt die Empfehlung, ruhig nach den Ampelfarben zu essen: Grün, Orange, Rot. Und diese Ampelfarben haben umtriebige Unternehmerinnen sowieso ständig vor Augen, warum also nicht auch beim Essen? Das Grün im Salat, Spinat oder Broccoli passt hervorragend zum Orange der Karotten und zu den roten weihnachtlichen Äpfel. Das Grün in freier Natur wirkt auf unsere Augen entspannend. In unserem Essen entfalten grüne Blattsalate eine ähnliche Wirkung. Der Salat wirkt erstaunlich gut gegen Stress, denn der weiße Milchsaft, den wir beim Abschneiden des Strunkes sehen können, enthält einen opiatähnlichen Stoff, das Lactucerol. Das beruhigt das vegetative Nervensystem, dämpft Erregungszustände, hilft somit gegen Stress und fördert einen ruhigen Schlaf.

Trinken

Kopfschmerzen können Trockenheit signalisieren. Unser Gehirn reagiert sehr empfindlich auf zu wenig Wasser. Doch was sollen wir trinken? Geschmackloses Leitungswasser, wo es doch eine Vielfalt an aromatisierten Wässern im Handel gibt? Das Wasser aus der Leitung hat einen ganz neutralen ph-Wert von 7, das tut unserem Magen gut. Kohlensäure bewirkt, dass der Magen mehr Magensäure bildet und das kann wiederum Sodbrennen begünstigen. Aromatisiertes Wasser enthält häufig künstliche Zusatzstoffe. Leitungswasser dagegen schmeichelt unserem Magen. Wer gerne ein wenig Geschmack im Getränk hat, kann sich einen 100%igen Apfel- oder Johannisbeersaft hineinmischen. In den kalten Monaten empfehlen sich außerdem Kräutertees oder warmer Apfelsaft.

Unternehmerinnen-Tee für stressige Zeiten

Melisse, Hopfen, Orangenschalen, Minze
1 EL dieser Mischung mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Maga Karin Buchart
Ernährungswissenschafterin
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www.essimpuls.at

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